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Die Verwandlung der Dinge1 / 1
Edition · 2018-03-08 · Hardcover

Die Verwandlung der Dinge

BPBruno Preisendörfer
2018
year of publication
272
pages
German (Germany)
language
Hardcover
cover
Publisher
galiani_berlin
ISBN-13
978-38-6971-166-9
EAN
9783869711669
Publication date
2018-03-08
Book
Die Verwandlung der Dinge · 1 edition
The publisher on this edition

Fasziniert begibt sich Bruno Preisendörfer auf die Spur der Philosophie der Alltagsgegenstände – und dessen, was diese mit den Menschen, die sie bedienen, mach(t)en. 1963, als der Erstklässler Bruno Preisendörfer aufgeregt seinen ersten Schulweg antrat, da hing an seinem Schulranzen noch ein Wischläppchen für seine Schiefertafel, gerechnet wurde mit Stift und Rechenschieber, Musik hörte man im Radio oder auf LP. Nur 14 Prozent der bundesrepublikanischen Bevölkerung hatten ein Telefon – die Preisendörfers gehörten nicht dazu; einen Fernseher gab es bei ihnen daheim auch nicht und auch keine Schreibmaschine, mit der man z. B. das Manuskript zu diesem Buch hätte schreiben können. Heute hat fast jedes über zwölfjährige Mitglied einer Durchschnittsfamilie ein eigenes Handy oder ein Tablet, mit dem man telefonieren, fotografieren, schreiben, googeln, chatten, streamen und mailen kann. Mit einer Mischung aus Irritation, Faszination und verschmitztem Staunen lässt Preisendörfer die rasante Entwicklung Revue passieren, die seinem persönlichen Alltag im Laufe weniger Jahrzehnte widerfuhr. Manchmal mit ein wenig Nostalgie, manchmal fasziniert, immer aber mit Neugier und dem Bewusstsein, dass auch jede Zukunft nur allzu bald ihre Vergangenheit hat. Preisendörfer wäre dabei nicht Preisendörfer, beleuchtete er nicht mit wachem Blick und stilistischer Raffinesse, was die jeweiligen Kulturtechniken mit ihren Benutzern machten und wie sie sich auf das jeweilige Sozialgefüge auswirken – wenn sich die gesamte Familie um einen Fernseher versammelt, lebt man anders, als wenn jeder ein Tablet hat; mit physischen LPs war Musikhören etwas anderes als mit Streamen; und wenn jeder ein Handy hat, entwickelt sich auch kein erbitterter Kampf um das einzige Telefon mehr.